Hans Raimund
(Petzelsdorf, Austria, 1945).
Obras:
Rituale . Prosa. edition roetzer, Eisenstadt 1981
Schonzonen . Gedichte. edition maioli, Wien 1983
Auf Distanz gegangen . Gedichte. Grasl Verlag, Baden bei Wien 1985
Der lange geduldige Blick . Gedichte. edition umbruch, Mödling 1989
Trugschlüsse . Prosa. Wieser Verlag, Klagenfurt 1990
Kaputte Mythen . Gedichte. Wieser Verlag, Klagenfurt 1992
Du kleidest mich in Licht . Gedichte. Wieser Verlag, Klagenfurt 1994
Strophen einer Ehe . Gedichte. Wieser Verlag, Klagenfurt 1994
Porträt mit Hut . Gedichte. Otto Müller Verlag, Salzburg 1998
Das Raue in mir . Essays. Literaturedition Niederösterreich, St.Pölten 2001
Trauer träumen . Lyrische Texte. Otto Müller Verlag, Salzburg 2004
Vexierbilder . Prosa. Otto Müller Verlag, Salzburg 2007
Er tanzt/Improvisationen . Gedichte. Offizin S, Meran 2007
Immer noch Gedichte?/Ein Pasticcio . Gedichte und Kurzprosa. Mit 2 Bildern von Peter Trachsel. SchwarzHandPresse, Flaach 2011
Choral Variationen. Gedichte. Mit Offsetfarblithographien von Friedrich Danielis. Edition Thurnhof, Horn 2011
Una voz lírica muy personal se revela en la obra de Hans Raimund
Detalles aparentemente insignificantes de la vida cotidiana, el entorno natural contemplado y devenido materia de poesía, la indisoluble unidad entre naturaleza y ser humano, son temas predilectos de este autor, cuya obra se inscribe en la mejor tradición de la literatura austríaca: la indagación sobre las posibilidades del lenguaje como medio expresivo en sí, y como vehículo comunicativo de la propia experiencia.
Los poemas que aquí presentamos pertenecen a diferentes libros suyos, y forman parte de una antología traducida, en espera de publicación. (Olga Sánchez Guevara: Selección, traducción y presentación)
6 [de “Ciclo de Ungaretti”]
“Che solo puoi afferrare bricioli di ricordi”
Abres los ojos:
Día
Entretejido en luz,
Bordado de sonidos,
Manto para mi cuerpo
Que resuena.
Tus manos:
Pájaros
Desde el viento caídos,
Intocables
Como pensamientos,
Como las visiones del sol.
Pasas de largo junto a mí:
Respiro,
Vislumbro
Otro paisaje,
Mares
Con ojos como espejos.
(“Deseos”)
"Nous désirons, tous, la caresse de cette guêpe matinale que les abeilles désignent du nom de jeune fille et qui cache dans son corsage la clé de Balthus"
Deseamos lo que no tenemos
Lo que tenemos no lo deseamos
Tan pronto tenemos lo que deseamos se apaga el deseo
Cada realización de un deseo es un enfriarse
Cada realización de un deseo es un vaciarse
Solo el deseo irrealizable nos llena
Solo el deseo irrealizable nos enciende
Es una experiencia que a diario repetimos
Nuestros días están llenos de deseos
Aquellos que son realizables aquellos que son
irrealizables
Haríamos bien en no sacar de esta experiencia la
conclusión
De concluir con los deseos que no son realizables
Sí seguimos deseando lo que no podemos tener
Lo inútil del deseo no nos malogra el placer de desear
De ningún modo: el desear inútilmente nos abre nos hace
translúcidos
Mientras deseamos somos acceso y accedemos
Somos pasaje y pasajero solo cuando alcanzamos la
experiencia
De haber llegado a no tener deseos es el momento de sacar
la conclusión
De que estamos helados y vacíos No tener deseos
significa
Estar cerrados e impenetrables En tanto deseamos
Nos hallamos ante un comienzo Estamos abocados a un fin
Si no deseamos lo que no tenemos si no deseamos ante todo
Lo que no podemos tener...
Aquí donde
amarillean las avenidas bajo la luz difusa
en hundidos jardines rosas solitarias
están X de rojo desvaído X aguardando
que las tronche con su tijera el bóreas
los castaños ennegrecen bajo la lluvia
la helada estalla la corteza hacia el lado del viento
sobre marchitos prados se arrastra humo de leña
y se adormece en goteantes arbustos
en la oscuridad gatos gimen como los niños
perros vivaces revuelven los arbustos
los viejos pescadores remiendan viejas redes
el mar ofrece su agua al horizonte
huele a pieles azufre y heces
a lo lejos hacia las cimas se alzan lenguas de hielo
sobre los arrecifes se comba un arcoiris
a donde trepo y por el cielo de través
voy hasta su final y siempre
estoy en el comienzo
BILANZ
Kaum einen Lidschlag lang
Der Frühling
Dein Frühling
Halten wir dir zugute
Du hast das Gespräch gesucht
Mit Bäumen Gräsern Steinen
- Die Scheu der Tiere schüchtert dich ein -
Du hast Fragen gestellt aber
Mit gewohnter Ungeduld
Die Antworten nicht abgewartet
Hast dich bereitwillig ablenken lassen
Vom Singen der elektrischen Drähte
Hoch über dir an gewaltigen Masten
Dein Ziel die Erreichung des Wasserturms
Jenseits der echostillen Doline
Hast du - kaum ins Auge gefaßt -
Im Nu aus den Augen verloren
Gewohnt gleichmütig
Dich mit der Weglosigkeit des Geländes abfindend
Die Brunnen vor den verfallenen Gehöften
Hast du erst zur Kenntnis genommen
Als deine Zunge schon raschelte
Deine Lider spröd sich spannten
Für das Blühen des Ginsters im Karst
Voll Ungeduld erwartet
Hast du kein Auge gehabt
Kein Ohr
Für das Getöse der Vögel
Im wetterschrägen Spalier der Olivenbäume
Keine Nase
Für den Rauch brennenden Unkrauts
Jäh aufsteigend
Aus eben gejäteten Gärten
Stumpfsinnig wie eh und je stehst du
Mitten im Sommer
Im Sommer der andern
SECHS POSTSKRIPTA AUS DUINO
1
Viel Ansprache habe ich hier nicht
Die Vögel fehlen mir
Auch die Hasen
Von Rehen ist hier keine Rede mehr
Außer auf den Speisekarten und den Straßenschildern im Karst
2
Frühmorgens krähen auch hier die Hähne
Und heute fiel ein Eichhörnchen ein schwarzes
Zerzaust aus einem Baum
Auf den Asphalt direkt vor meine Füße
3
Unlängst spätabends bei Zitronendropsmond
Schauten der Hund und ich einem Igel zu
Neben einer Mülltonne drin Katzen rumorten
Fraß er Papierschnitzel stumpfsinnig
4
Wasser gibt es hier im Überfluß
Es macht mir Angst
Steht der Wind richtig rieche ich es bis ins Haus
5
Und die Bora! Die ganze Nacht
Klappern die Fensterläden liegen
Morgens aus den Scharnieren gerissen in den Büschen
Wetterseitig blättert der Verputz von den Fassaden
6
Auf den Feldern steht noch der Mais vom Vorjahr
Staubig weiß raschelt im Wind
Wieder ist es zu spät
Die Äcker abzubrennen
Platz zu machen für Neues Heuriges
(1989)
UNERSÄTTLICH
Auf den Klippen
Festnadelnd mit den Augen
Das Segel winzig am Horizont
Die Gischtkräusel auf den Wellen
Die Leuchtspur der Sonne
Die Rauchpilze regenbogenbunt
Über den Schloten
Auf den Klippen
Nasenflügel gebläht witternd
- Nafta moderndes Treibholz Tang
Teer ungeklärte Abwässer Fischlaich
Brennendes Laub Ziegenköttel
Tausnasse Pinienzapfen Schwefel -
Schniefend Atem anhaltend niesend
Auf den Klippen
Im Ohr das Getöse der Autobahn
Die Pfiffe der Lokomotiven
Das Tuckern der Fischerboote
Den Schrei der Möwe jäh
Stößt sie nieder aufs Wasser
Schon glitzert im Schnabel der Fisch
Auf den Klippen
Salzige Luft von den Lippen leckend
Im After ziehend zuckend die Angst
Vor dem falschen Schritt dem Sturz
Vor dem Windstoß hinterrücks aus dem Karst
Vor dem Blitz aus dem Kaiserwetterhimmel
Dem Biß der Viper
Auf den Klippen
Sehend hörend riechend spürend
Wahrgenommenes speichernd
Im Nu verwandelt
Empfindung Bild Klang Duft
Quälend vag kaum noch enträtselbar
Oder jederzeit abrufbar Erinnerung
Stets jedoch Hunger
Nie zu stillender
(1989)
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